Gebäude/Leckageortung - Fachbegriffe

Thermografie

Die Thermografie ist eine bewährte Untersuchungsmethode, um Schwachstellen in der Bausubstanz von Gebäuden oder an industriellen Anlagen sichtbar zu machen. Mittels einer speziellen Wärmebildkamera ist eine detaillierte Schwachstellenanalyse von Alt- und Neubauten möglich. Die Aufnahmen zeigen klar und deutlich, wo die Wärme verloren geht. Eine Qualitätskontrolle durch Thermografieaufnahmen mindert das Risiko späterer Bauschäden und/oder erhöhter Energieverbrauchskosten. Wärmebrücken oder Luftundichtigkeiten in der Gebäudehülle können noch während der Bauphase erkannt und dadurch meist kostengünstig oder als Nachbesserung durch den Handwerker behoben werden.

Um Verfälschungen durch die Sonne zu verringern, werden die Aufnahmen im Regelfall in Winternächten gemacht. Dazu sollten die Temperaturen nachts bzw. morgens 6 bis 7 Grad oder weniger betragen.

Hydrolux-Horchgerät

Das Hydrolux-Horchgerät ist für akustische Untersuchungen im Bereich des Rohrleitungsnetzes konzipiert. Anhand des Horchgerätes werden Fließgeräusche in den Rohrleitungen erkannt. Es lässt sich feststellen, ob in der betroffenen Rohrleitung ein Rohrbruch vorhanden ist. Sollte ein Rohrbruch in den wasserführenden Leitungen vorliegen, kommt es zu einem Druckabfall und einem Wasseraustritt. Geräusche entstehen! Aufgrund dieser Geräusche kann man mit dem Hydrolux-Horchgerät eine genaue Lokalisierung an den Rohrleitungen vornehmen, um die Bruchstelle zu finden.

Formiergasmessung

Bei einer Formiergasmessung wird Formiergas in die Rohrleitungen gedrückt, um eine bessere Akustik hervorzurufen bzw. um festzustellen, an welcher Stelle ein Rohrbruch vorliegt. Das ausgetretene Formiergas wird durch ein Messgerät gemessen.

Endoskopie

Anhand einer Endoskopieuntersuchung wird mit sehr geringem Aufwand in die Zwischenräume/Hohlräume geschaut, um zu überprüfen, wie die Rohrleitungen verlaufen. Weiterhin lassen sich Schimmel in der Zwischendecke oder ggf. Feuchtigkeitsschädigungen in der Decke lokalisieren. Durch eine Enkoskopieuntersuchung kann man in Bereiche schauen, an die man mit den üblichen Untersuchungsgeräten/-methoden nicht herankommt.

Feuchtigkeitsmessung Hydromette

Mit der Feuchtigkeitsmessung „Hydromette“ lässt sich Feuchtigkeit im Mauerwerk bzw. Holz feststellen. Weiterhin kann man erkennen, wie stark einzelne Bereiche bereits betroffen sind.

Es gibt zwei Messverfahren:

  1. Oberflächenmessung
  2. Tiefenmessung

Leitungsortungsgerät

Hiermit können die Trassenverläufe aller metallischen Rohrleitungen sowie Elektrokabel lokalisiert werden. Auf die Rohrleitungen bzw. am Kabel wird ein elektrischer Impuls gegeben und mittels Empfangsgerät die betroffene Rohrleitung lokalisiert. Ebenfalls lässt sich die genaue Tiefe der Rohrleitung bzw. der Kabel feststellen. Das Gerät funktioniert in 0 m bis 4 m Tiefe. Es ist jedoch zu beachten, dass, umso tiefer die Rohrleitung liegt, eine Abweichung bei einer Tiefe von ca. 3,80 m von ca. 0,4 m vorliegen kann.

Überprüfung von Flachdächern und Schmutzwasserleitungen

Mittels Farbwasser wird eine Überprüfung an Flachdächern oder Abwasserleitungen vorgenommen, um ggf. vorliegende Schäden zu lokalisieren. Das Wasser wird mit Farbmittel gefärbt, um einen Austritt sichtbar zu machen.

Druckprüfung

Anhand einer Druckprüfung können über einen langen Zeitraum Leitungen mit einem Druckaufzeichnungsgerät abgedrückt werden. Somit können kleinste Leckstellen am Rohrleitungsnetz gefunden werden. Darüber hinaus können mit dem Druckaufzeichnungsgerät auch Langzeitmessungen in Wohnräumen vorgenommen werden, um festzustellen, ob richtig gelüftet wird bzw. um festzustellen, wie es sich in den einzelnen Räumen mit der Temperatur und Luftfeuchtigkeit verhält.